Hypothekarmodelle

Das Angebot an verschiedenen Hypothekarmodellen ist heute sehr vielfältig. Die Auswahl der richtigen Hypothekarstrategie, d.h. die Aufteilung des Kapitals in verschiedene Tranchen, Laufzeiten und Hypothekarmodelle, ist dabei nebst der Höhe des Zinssatzes entscheidend, für eine optimale Finanzierung.
 

Grundsätzlich kann zwischen drei Finanzierungsmodellen unterschieden werden: Festhypotheken, variablen Hypotheken und LIBOR-Hypotheken. Festhypotheken haben einen festen, unveränderlichen Zinssatz während der gesamten vereinbarten Laufzeit. Eine Festhypothek kann während der Laufzeit grundsätzlich nicht gekündigt werden. Will der Kreditnehmer trotzdem vorzeitig aussteigen, fällt eine Vorfälligkeitsentschädigung an. Der Vorteil von Festhypotheken liegt darin, dass die Zinsbelastung im voraus kalkuliert und eingeplant werden kann. Während der ganzen Laufzeit sind die Zinskosten gleichbleibend.

  

Die variable Hypothek ist das klassische Hypothekarmodell ohne feste Laufzeitbegrenzung. Der Zinssatz ist variabel. Zinsänderungen nach oben und unten sind jederzeit möglich und werden von der Bank aufgrund der Entwicklungen am Kapitalmarkt bestimmt. Der Kreditnehmer profitiert von einer hohen Flexibilität. Während der Laufzeit kann er individuelle Rückzahlungen vornehmen und jederzeit in ein anderes Hypothekarmodell wechseln.

 

LIBOR-Hypotheken, auch Geldmarkt-Hypotheken oder Flex-Hypotheken genannt, verfügen über einen variablen Zinssatz, der alle 3 oder 6 Monate angepasst wird.
Der Zinssatz setzt sich zusammen aus dem LIBOR-Satz und einem individuellen Zuschlag, der abhängig ist vom Kreditnehmer und dem zu finanzierenden Objekt. Mit einer LIBOR-Hypothek profitiert man bei sinkenden Zinssätzen von einer schnellen Anpassung des Zinssatzes nach unten. Bei einem raschen Zinsanstieg kann eine LIBOR-Hypothek dagegen schnell teuer werden.