Liegenschaft im Konkubinat

Immer mehr Paare leben im Konkubinat. Doch der gemeinsame Erwerb von Wohneigentum, Kinder und die Altersvorsorge verlangen nach klaren, am besten schriftlichen Vereinbarungen. Auf Fragen wie die Eigentumsverhältnisse, die Auswirkungen auf die Steuerbelastung, die persönliche Vorsorgesituation und die Absicherungen im Todesfall gilt es Antworten zu finden.



Ein Konkubinatspaar kann eine Liegenschaft im Allein-, Mit- oder Gesamteigentum erwerben. Prinzipiell gilt, dass die Eigentumsverhältnisse aufgrund der eingebrachten Eigenmittel festgelegt werden sollten. Wenn die Eigenmittel von beiden Partnern stammen, ist ein Erwerb im Miteigentum oftmals empfehlenswert. In diesem Fall werden im Grundbuch beide Anteile eingetragen. Dadurch können auch Vorsorgegelder von beiden Partnern eingesetzt werden können.

 

Liegenschaften stellen Bestandteile des steuerbaren Einkommens und des Vermögens dar. Der Eigentümer versteuert den Eigenmietwert als Einkommen und kann auf der Gegenseite die Schuldzinsen für die Hypotheken und die Unterhaltskosten in Abzug bringen. Sind die Partner z.B. Miteigentümer zu je 1/2, dann versteuert jeder Partner die Hälfte des Eigenmietwertes und kann dafür die Hälfte der Schuldzinsen von den Steuern abziehen.

 

Stirbt der Lebenspartner oder die Lebenspartnerin, zahlt die staatliche Vorsorge (AHV/IV) keine Rente an den hinterbliebenen Konkubinatspartner. Im Bereich der zweiten Säule sind die Reglemente der Pensionskassen massgebend. Sieht die Pensionskasse Auszahlungen an den Konkubinatspartner vor, muss der Partner unbedingt als Begünstigter gemeldet werden. Ähnlich präsentiert sich die Situation auch bei der gebundenen Vorsorge (3a) und der freien Vorsorge (3b). Ein Testament oder ein Erbvertrag kann helfen, sich zusätzlich gegenseitig zu begünstigen.